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... und bei anderen Fächergärtner-Gruppen

Mini-Fächergarten in der Südweststadt; Fotos: Mari Däschner
Beerenernte;
Gerwigbeet in der Oststadt

Auch in anderen Gärten bereiten sich die Aktiven auf die kommende Wachstumsperiode vor. Manche neu entdeckten Gemüsesorten und Blumensamen, die beim Saatguttausch Ende Januar im Umweltzentrum angeboten wurden, haben schon den Weg in die Beete gefunden und werden hoffentlich bei geeigneten Wetterbedingungen keimen.

Doch für viele Pflanzen muss vorerst die heimische Fensterbank als geschützter und warmer Ort für die Anzucht herhalten, so lange es draußen noch zu kalt ist. Empfindliche Arten, wie zum Beispiel Paprika, ziehen dann besser erst im Mai in den Garten um. Bis es so weit ist, kann es schon mal eng werden in den Töpfchen am Küchenfenster. Die Fächergärtner in der Südweststadt haben in ihren Mitmach-Beeten in der August-Dürr-Straße ohnehin nicht allzu viel Platz für Gemüse. Trotzdem wächst in jedem Jahr etwas Essbares dort. Tomaten, die ziemlich wild wuchern und ihre Energie lieber in Blattmasse als in schmackhafte Früchte investieren, haben die Gärtnerinnen schon erlebt. Genauso gab es schon spektakulär rankende Kürbispflanzen, die trotz regenarmem Sommer ihre Riesenbeeren zur Reife brachten. Der Platz mag begrenzt sein, dennoch kann die Gruppe bei den Mitmach-Beeten noch neue Mitglieder gut vertragen.

Das gilt genauso für das Gerwigbeet in der Oststadt. Ursprünglich aus dem Projekt „Beete und Bienen“ hervorgegangen, ist es heute noch geprägt von Beerensträuchern, die sowohl Menschen als auch Bienen schmecken — mit Früchten als Naschbeet und mit Blüten als attraktive Pollen- und Nektarspender. Der Anbau von Gemüse ist hier weniger möglich. Die Gärtnerinnen setzen eher auf pflegeleichte Küchenkräuter, die mit wenig Wasser auskommen. Das Thema Gießen treibt eigentlich alle Fächergärtner um. In den meisten Fällen ist Wassermangel der ausschlaggebende Grund dafür, dass kein Gemüse wächst oder so gut wie kein Ertrag zu erwarten ist. Besonders in regenarmen Phasen im Sommer muss das Gießwasser zum Beispiel von zu Hause zu den Beeten gebracht werden, was bei den benötigten Mengen und den Distanzen zu aufwändig für kleine Gruppen ist. Das Wasserproblem könnte entschärft werden, wenn sich mehr Menschen aus der Nachbarschaft an der Betreuung der Beete beteiligen und den Gruppen beitreten würden. Was häufig fehlt, sind vernünftige Regenwasser-Sammelkonzepte, bei denen in der Nähe der Beete zuverlässig Niederschläge beispielsweise von einem Dach in Fässer oder Container geleitet werden.

Die Fächergärtner begegnen dem Problem aber auch mit verschiedenen Einzelstrategien, etwa mit der Auswahl trockenheitstoleranter Pflanzen, mit Wasserspeichergefäßen in der Erde oder Mulchschichten, die die Verdunstung reduzieren. Das experimentelle Gärtnern führt zu neuen Erkenntnissen, die gerne geteilt werden, und macht in der Gruppe viel Spaß. Wer Interesse hat mitzumachen, beim Gießen und anderen Tätigkeiten zu unterstützen und keine nennenswerten persönlichen Ernteerträge erwartet, kann sich gerne jederzeit über die BUZO melden. Die Aktiven beim Gerwigbeet und bei den Mitmach-Beeten freuen sich über Zuwachs!

Mari Däschner

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